Nachdem die männliche U10 des TSV Leuna die vergangene Feldsaison mit einem beachtlichen 4. Platz unter 11 teilnehmenden Mannschaften in der Pokalrunde Mitteldeutschland abgeschlossen hatte – trotz zweier herzzerreißender Unentschieden in den Schlusssekunden gegen die Topteams aus Pillnitz und Jena – war klar: Diese Mannschaft hat Hunger auf mehr. Und genau diesen Hunger brachten die Jungs mit in die Hallensaison 2025/2026.
Vorrunde – Holpriger Start, starke Moral
Vor dem ersten Spieltag am 29. November 2025 in Jena standen die Vorzeichen für den TSV Leuna alles andere als günstig. Gleich mehrere krankheitsbedingte Absagen erreichten das Trainerteam Tom & Adi im Laufe der Woche. Mit nur sechs Spielern und somit ohne jede Wechselmöglichkeit machten sich die Jungs von der Saale auf den Weg nach Thüringen. Doch schon im ersten Spiel gegen den Cöthener HC 02 zeigte die Mannschaft, dass die Erfahrungen aus der vergangenen Saison ihre Spuren hinterlassen hatten. Konzentriert und klug mit den Kräften haushaltend stand nach dem Schlusspfiff ein souveränes 5:1 auf der Anzeigetafel. Gegen den HCLG Leipzig startete die zweite Partie zwar unkonzentriert – bereits in der ersten Minute musste man das 0:1 hinnehmen – doch davon wachgerüttelt fand das Team den roten Faden schnell wieder. Durch eine hohe individuelle Lauf- und Spielbereitschaft, eine hervorragende Teamleistung sowie den lautstarken Fans als siebtem Mann auf der Bank wurde auch der zweite Sieg in Höhe von 5:2 eingefahren.
Am 13. Dezember war dann Heimspieltag in Leuna. Im ersten Spiel stand man dem punktgleichen SSC Jena, dem direkten Tabellennachbarn, gegenüber. Konzentriert setzten die Gastgeber ihre Taktik um und boten den Zuschauern gute Spielzüge und sehenswerte Torchancen. Nach einem spannenden Spiel erfreute man sich einem Erfolg von 4:2 – drei weitere wichtige Punkte für das Tabellenkonto. Gegen die Jungs von Vimaria Weimar mussten die Leunaer hingegen direkt das 0:1 hinnehmen. Zwar konnten sie zunächst ausgleichen, doch die Gäste erhöhten prompt per Penalty. So setzte sich der Spielverlauf fort: Leuna erspielte sich viele gute Chancen, scheiterte aber immer wieder am starken Torwart der Gäste. Das Spiel endete äußerst knapp mit 3:4, und die Enttäuschung war den engagierten Leunaer Jungs deutlich anzumerken. Trotz weiterer starker Auftritte im Verlauf der Vorrunde – in der die Jungs bis auf eines alle ihre Spiele gewinnen konnten – reichte es aufgrund je einer Niederlage gegen den SSC Jena und Vimaria Weimar am Ende nur zum zweiten Platz. Damit war klar: Das Heimrecht für die Endrunde war vergeben. Die Koffer mussten gepackt werden.
Endrunde – Auswärts stark wie nie
In der Endrunde warteten mit dem SSC Jena, dem ESV Dresden und dem SV Motor Meerane drei anspruchsvolle Gegner auf den TSV Leuna. Die Spieltage fanden in Jena und Dresden statt – für die Mannschaft also doppelte Auswärtsreise. Doch genau hier zeigte sich, was das Trainerteam über die Monate aufgebaut hatte. Spiel für Spiel war zu erkennen, wie die Spieler die taktischen Vorgaben immer besser verinnerlicht hatten und auf dem Feld umsetzen konnten. Die Siege in der Endrunde fielen durchweg deutlich aus und das eindrucksvolle Torverhältnis von 25:3 spricht eine klare Sprache.
Lediglich die letzte Partie gegen den SSC Jena endete mit einem 2:2-Unentschieden – ein Ergebnis, das den hervorragenden Gesamteindruck der Endrunde nicht trüben konnte. Im Hinspiel der Endrunde hatte man Jena noch souverän mit 2:0 bezwungen. Am Ende stand das verdiente Ergebnis einer starken Saison fest: Die mU10 des TSV Leuna sicherte sich souverän den Pokal der Mitteldeutschen Pokalrunde – eine Leistung, auf die die gesamte Mannschaft mächtig stolz sein kann!
Die Handschrift der Trainer
Was in dieser Hallensaison besonders ins Auge stach, war die stetige Weiterentwicklung der Mannschaft. Spieltag für Spieltag war die akribische und professionelle Arbeit des Trainerteams Adi & Tom deutlicher zu erkennen. Die Jungs setzten die taktischen Vorgaben mit zunehmender Sicherheit um, spielten disziplinierter und trauten sich mehr zu. Ein besonderer Verdienst der Trainer war es, die Spieler so zu entwickeln, dass sie flexibel auf verschiedenen Positionen
eingesetzt werden konnten. So konnten selbst die immer wiederkehrenden Krankheitswellen aufgefangen werden, ohne dass das Mannschaftsgefüge ins Wanken geriet. Ein großes Dankeschön an Tom und Adi für diese herausragende Arbeit!
Abschied und Aufbruch
Ein besonderer Dank gebührt Johann, dem unermüdlichen Mittelfeldmotor und Supertalent der mU10. Er absolvierte in der Endrunde sein letztes Spiel im Trikot der U10 und wird in der kommenden Feldsaison die U12 verstärken. Mit seiner Laufstärke, Technik, seiner Übersicht und seinem unermüdlichen Einsatz war er über die gesamte Saison ein Schlüsselspieler dieser Mannschaft. Alles Gute auf deinem weiteren Weg, Johann – die U12 darf sich auf dich freuen! Gleichzeitig blickt die mU10 nach vorn: Neue Spieler stoßen zur Mannschaft und werden integriert, bevor es in der kommenden Feldsaison wieder auf dem Kunstrasen angreift. Nach dem 4. Platz im Feld und dem Pokalsieg in der Halle steht fest: Mit dieser Mannschaft, diesem Trainerteam und diesem Teamgeist ist in der nächsten Saison einiges möglich. Wir freuen uns drauf!

